Die URL
Wissen Sie, was „die URL“ ist? Vielleicht haben Ihre Lehrpersonen schon mal gesagt, Sie sollen eine URL eingeben.
Die URL ist schlicht nichts anderes, als die Internet-Adresse einer Seite, die Sie aufrufen.
Und die URL geben Sie immer in der Adressezeile des Browsers ein, hier:
Der falsche Ort für eine URL
Geben Sie die Adressen jeweils im Google Suchfeld ein?
Das ist eigentlich falsch. Dadurch, dass Google fast alle Seiten im Internet indexiert (für sich intern auf eine Liste setzt), kann Google Ihnen das Resultat meist anzeigen:
Gegenbeispiel
Geben Sie im Suchfeld von Google nämlich diesen Webauftritt hier von mir ein, dann findet Google zumindest aktuell noch nicht (weil diese Seite auch erst ein paar Stunden existiert. Zudem habe ich die Seite von der Google-Indexierung ausgeschlossen):
Merken Sie sich!
Die URL, also die Internet-Adresse kommt in die Adresszeile, nicht in das Suchfenster:
Ja aber...
Manchmal höre ich das Argument, die Eingabe im Suchfeld sei aber schneller.
Das stimmt so nicht ganz🤣.
In der Adresszeile müssen Sie ja nicht die ganze URL eingeben, sondern lediglich mit Tippen beginnen:
Tippen Sie den resp. die ersten Buchstaben der URL, dann vervollständig der Browser automatisch. Sie müssen nur noch ENTER drücken.
Wenn Sie die Adresse im Suchfeld eingeben, müssen Sie zuerst suchen und dann noch auf die korrekte URL klicken..
Die Eingabe in der Adresszeile ist eindeutig schneller als über das Suchfeld, weil mindestens ein Klick wegfällt.
Merke:
- Eine URL, also eine Adresse mit einem .ch, .com, .org, etc. geben Sie in der Adresszeile ein
- Suchen Sie wirklich nach etwas, dann dürfen Sie natürlich das Suchfeld verwenden😁
Aufbau der URL
Eine URL, egal welche, hat immer den gleichen Aufbau. Diesen Aufbau sollten Sie kennen (weshalb, werden wir später sehen).
Der Aufbau sieht in der Regel wie folgt aus, dabei sehen Sie auch gleich die Begriffe, die Sie kennen sollten:
Schauen wir kurz die einzelnen Bereiche an:
Protokoll
Das Protokoll besagt, wie der Computer mit der Webseite kommuniziert. Heute steht dort in der Regel https mit dem Doppelpunkt und den zwei Schrägstrichen.
Das s in https bedeutet sicher.
Wenn Sie mal auf eine Webseite gelangen ohne dieses s, wenn also nur http steht, dann wäre ich äusserst vorsichtig, da irgendwelche persönlichen Daten einzugeben.
Fehlt dieses s, dann hat der Anbieter der Webseite kein offizielles Zerfifikat, das bestätigen würde, dass es sich wirklich um die Person oder die Firma handelt, welche die Seite vorgibt.
In den aktuellen Browsern sieht man in der Regel das https oder http nicht mehr direkt. Falls es sich um eine unsere Seite handelt, wird das wie folgt angezeigt:
Stellen Sie sich vor, Sie erhalten von der Postfinance eine Meldung, Ihre Karte müsse erneuert werden, Sie sollen doch bitte auf den Link klicken. Und der Link lautet eben Erneuerung Postcard
Wenn Sie grad nicht viel überlegen und eine Postcard haben, werden Sie dort drauf klicken…
Tipp, um das Schlimmste zu verhindern
Fahren Sie einfach mit der Maus auf den Link, ohne zu klicken. Anschliessend lesen Sie in der Statuszeile des Browsers, also ganz unten, welche URL hinter dem Link steckt:
Befinden Sie sich auf der echten Seite der Schweizerischen Post, dann sieht die Adresszeile so aus (je nach Browser):
- Erstens ist ein Schloss sichtbar, was Ihnen andeuten soll, dass die Seite eben sicher ist.
- Zweitens zeigt Microsoft Edge in diesem Fall das
httpsan (was nicht jeder Browser anzeigt)
Unterschied Link - URL ?
Haben Sie sich gerade gefragt, warum ich mal von URL spreche und mal von Link?
- Eine URL ist eine Adresse, wie sie oben mit farbigen Anmerkungen beschriftet ist.
- Ein Link ist lediglich ein unterstrichener Text, auf den man klicken kann. Selbstverständlich steckt dahinter eine URL. Aber die Repräsentation als unterstrichender Text ist der Link.
Häufig werden beide Wörter aber synonym verwendet, auch, wenn es ein wenig unpräzise ist.
Domain
Die Domain ist vermutlich am klarsten. Das ist einfach der Name des Webauftritts, also der Name der Firma oder der Name eines Produkts oder sonst ein Kunstname, den jemand verwendet.
Beispielsweise habe ich einen Webauftritt, welcher daho.ch heisst. Sie kennen diesen bereits. Wenn Sie daho.ch aber aufrufen, wird nur eine Testseite erscheinen. Das hat einen Grund…
Subdomain
Hier ist der Grund. Sie haben beispielsweise im Word-Modul meine Seite https://word.daho.ch kennengelernt.
Und dem Wort word in meiner Adresse sagt man Subdomain; es ist ganz einfach ein Unterbereich meines Webauftritts.
Für jedes neue Thema, das ich irgendwie unterrichte, erstelle ich eine Subdomain auf daho.ch, beispielsweise:
Man kann also, wenn man unterschiedliche Dinge präsentieren will, unterschiedliche Subdomains einrichten.
Top-Level-Domain
Die Top-Level-Domain ist quasi das Ende der ganzen URL, sofern man nicht noch Unterseiten oder sonstiges Zeugs hat.
Solange Sie oberste Ebene eines Webauftritts aufrufen wollen, ist nach der Top-Level-Domain Schluss.
Die Top-Level-Domain repräsentiert beispielsweise das Land, wo die Seite (die Domain) registriert wurde.
- .ch heisst, der Domainname wurde in der Schweiz gekauft
- .de heisst, der Domainname wurde in Deutschland gekauft
Haben Sie grad gemerkt, was ich für einen Blödsinn geschrieben habe?
Vor vielleicht 20 Jahren war das wohl noch so mit den Domains. Unterdessen können Sie in der Schweiz eine Domain kaufen mit praktisch jeder existierenden Top-Level-Domain😁.
Aufgabe:
Gehen Sie mal in einen Browser, beispielsweise auf den Hoster https://kreativmedia.ch
Angenommen, Sie möchten eine Domain registrieren. Geben Sie Ihren Wunsch-Namen in diesem Feld ein:
Es sollte eine Liste erscheinen mit allen Top-Level-Domains, welche die Firma kreativmedia anbietet. Schauen Sie diese Liste einfach mal durch☺️.
Schauen Sie auch die Preise an, die für die unterschiedlichen Top-Level-Domains verlangt werden.
Es gibt also Top-Level-Domains, welche Länder repräsentieren. Dies gab früher eher noch ein gutes Gefühl. Als lokaler Heizungssanitär macht es eine gute Falle, wenn ich eine .ch-Domain registriere. Wenn ich ein internationales Business aufbauen will, dann wäre die Top-Level-Domain .com auch eine gute Sache.
Bis vor ein paar Jahren gab es nur sehr wenige unterschiedliche Top-Level-Domains, aber unterdessen können Sie sich austoben.